Rundtour von Zunsweier aus

Hier hätte ich rechts abbiegen sollen...

Hier hätte ich rechts abbiegen sollen…

“Zuerst geht es bergauf über die Standorte ”Wolfsbrunnen“ und ”Beim kalten Brunnen“. Anschließend halten Sie sich rechts Richtung ”Barack“. Von dort wieder rechts und Richtung Waldrand und zu dem Standort ”Römerberg“. Mit einem schönen Blick linker Hand geht es jetzt wieder zurück nach Zunsweier.”

So heißt es in der Beschreibung meiner geplanten Tour am letzten Sonntag. Wahrscheinlich wäre es auch so einfach gewesen, wenn ich bis “Anschließend halten Sie sich rechts…” gelesen hätte. Wahrscheinlich hat mich “Zuerst geht es bergauf…” schon zu sehr abgelenkt.

Hmmmmm...

Hmmmmm…

So folge ich dem Weg geradeaus und stehe schon wenig später vor einer Weggabelung, die mir ein Rätsel aufgibt. Um es kurz zu machen: Ich bin den Rundweg entgegengesetzt der beschriebenen Richtung gestartet und wundere mich nun, dass die Markierungen wieder so bescheiden sind. Zu allem Überfluss spielt der Kompass im Smartphone auch kurzzeitig verrückt, so dass ich auf dem ersten Viertel der Strecke dem Gesamtweg schon ein paar Kilometer hinzufüge. (Merke: Nicht immer nur auf die App verlassen.) Zwischenzeitlich pfeife ich schon auf den Plan und will den Markierungen “Rund um Zunsweier” folgen, bemerke aber rechtzeitig, dass mich diese auf direktem Weg zurück zum Ausgangspunkt führen würden. Also gebe ich der App noch eine Chance und bin nach ein paar kleineren Umwegen und größeren Anstiegen auf schmalen Pfaden wieder auf Kurs.

Tour_2015_05_31_019 Ich wandere die Strecke schließlich in entgegengesetzter Richtung weiter, was auf den restlichen drei Vierteln ganz gut funktioniert, auch ohne ständig die Karten-App zu Rate ziehen zu müssen.

Auf einem Weg zwischen Waldrand und Feld springt auf einmal ein junges Reh aus dem Unterholz, bleibt eine Sekunde verdutzt etwa fünf Meter vor mir stehen und entscheidet sich dann, mit einem riesigen Satz zurück in den Wald zu fliehen. Ich bin mir nicht sicher, wer von uns beiden dabei den größeren Schreck bekommen hat.

Am Ende habe ich dann wieder etwa 12 Kilometer zurückgelegt, was aber dieses Mal durch auf und ab und Umwege fast 3 Stunden gedauert hat. Diese Entfernung bewältige ich ganz gut. Es wird Zeit, sie stetig zu verlängern, schließlich wird die letzte Etappe meiner geplanten Schottland-Tour etwa 30 Kilometer lang sein. Davor habe ich schon etwas Respekt.

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